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Liebe Männer, könnt Ihr Euch ein Leben als Hausmann vorstellen?

Frauen fragen Männer
Liebe Männer, könnt Ihr Euch ein Leben als Hausmann vorstellen?

Männerantwort:

Liebe Frauen,

die Antwort auf eine solche Frage kommt wie aus der Pistole geschossen: Im Prinzip ja... aber eigentlich nur, weil wir uns nicht einmal im Ansatz vorstellen können, wie so etwas tatsächlich funktioniert.

„Das bisschen Haushalt macht sich von allein...“ ist ein Satz, den sich wirklich nur ein Mann ausdenken kann. Denn natürlich denken wir, dass zu Hause zu bleiben bedeutet, lange schlafen zu können und anschließend vielleicht ein bisschen Wäsche in die Maschine zu schmeißen. Das der Haushalt aus sehr viel mehr besteht, bekommen die wenigsten mit, bis sie sich selbst in der Situation befinden, sich darum kümmern zu müssen.

Männerwohnungen tendieren ja dazu eher einer Höhle zu gleichen, in der der sich türmende Wäschestapel als Designersessel deklariert wird. Die Einkaufsliste ist dem täglichen Bedarf geschuldet, Hauptsache, genug Kaffee ist im Haus. Wenn alle zwei drei Jahre mal die Fenster geputzt werden, können wir uns schon reichlich wundern, wie hell es auf einmal in der Wohnung sein kann. Und das alles bezieht sich nur auf den alleinlebenden Mann.

Sobald eine Familie ins Spiel kommt, hat es sich normalerweise erledigt mit dem Schlafen bis zum Mittag und auch die Wäsche muss gewaschen werden, bevor der Kleiderschrank leer ist. Einkäufe müssen für Wochen im Voraus geplant werden, da das Geld im Allgemeinen knapper ist, wenn nur einer das Geld verdient. Will ein Mann tatsächlich den Haushalt schmeißen, dürfte er sich urplötzlich vor Aufgaben gestellt sehen, mit denen er sich alleine noch nie wirklich beschäftigt hat.

Frauen mögen da etwas anders funktionieren: Selbst wenn Ihr alleine lebt, achtet Ihr auf sowohl die schönen Dinge im Leben, wie auch auf deren Organisation. Eine Regalwand in der Wohnung einer Frau ist ein Teil der Inneneinrichtung, ein Regal in einer Männerwohnung ist vor allem praktischer Stauraum. Der Kühlschrank einer Frau bietet von allem etwas und ist meistens auf eine ausgewogene Ernährung ausgerichtet. Bei einem Mann findet sich bestenfalls eine zwei Jahre alte Tiefkühlpizza.

Die meisten Männer, die zu Hause bleiben, denken doch, sie hätten mehr Zeit für ihre Hobbys oder könnten nebenher an irgendetwas arbeiten. Sobald der Terminplan aber durcheinander gewirbelt wird durch das Hinbringen und Abholen des Nachwuchses vom Kindergarten, wird uns klar, dass das Führen des Haushaltes ein Volltagsjob ist, der jahrhundertelang zu Unrecht unterbewertet wurde.

Und das mag das große Problem sein. Männer sind durchaus auch lern- und anpassungsfähig und wir sind schon in der Lage, einen Haushalt zu schmeißen. Wir haben eigentlich keine Scheu davor, Hausmann zu sein. Wir haben auch keine Angst davor, als Softies angesehen zu werden. Es ist vielmehr die Angst im Job zu versagen, dass viele Männer davon abhält, zu Hause zu bleiben.

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