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Männerantwort:
Liebe Frauen,die Zuneigung für Fußball ist bei vielen Männern ganz unterschiedlich ausgeprägt. Zum Glück für Euch Frauen! Nicht jeder Mann entwickelt einen Fanatismus, der kaum noch Raum für anderen Aktivitäten oder Zuneigung lässt. Zudem erfährt die Liebe zum runden Leder mit fortschreitendem Alter eine ganz andere Sichtweise.
So viel zum Positiven vorne weg. Was aber tun, wenn der Freund oder Ehemann einen großen Teil seiner Freizeit mit Fußball spielen oder konsumieren verbringt? Wichtig ist an dieser Stelle zu verstehen, dass der Fußball ein wichtiger Bestandteil seines Lebens ist, der sich nicht nur darauf reduziert, dem Ball hinterher zu jagen.
Neben der sportlichen Betätigung gehört Fußball zu jenen Sportarten, die jedem einzelnen Glücksmomente verschaffen kann, die man zudem mit anderen teilen kann. Der Adrenalinstoß bei Erzielen eines Tores ist lange Zeit kaum durch etwas Vergleichbares zu ersetzen. Der Jubel, die Zuneigung und manch bewundernder Blick entschädigt für die körperlichen Qualen. Das stetige Messen der Kräfte auf einer sportlichen Ebene mag uns zwar wieder in eurer Sicht in Urzeiten zurückkatapultieren, ist aber für das Ego eines Fußballers eine wahre Genugtuung.
Ein ganz anderer Aspekt ist jedoch das soziale Umfeld, das von den Partnerinnen oftmals außer Acht gelassen wird. Das gemeinsame „Gelabber“ in einer Umkleidekabine ist mit kaum einem anderen sozialen Treffpunkt zu vergleichen. Selbst Männer, die niemals in den Genuss eines solchen Abenteuers gekommen sind und als solches muss man es aufgrund der Geruchswelt und Gefahren bezeichnen, fehlt das Verständnis dafür. Das Lachen!, das gegenseitige Frotzeln, die Auswertung des Spieles und selbst die Testosteron geladenen Auseinandersetzungen werden dem Mann irgendwann fehlen. Garantiert!
Erst wenn man als Frau in der Lage ist, dies zu verstehen, wird der Umgang mit einem fußballbegeisterten Partner gelingen. Oftmals entsteht der Eindruck, Frauen empfinden den Fußball als Konkurrenz, was aber keinesfalls so ist. Ehrlich, es gibt Dinge beim Fußball, die kann keine Frau auch nur annähernd ersetzen. Aus meiner Erfahrung heraus sollte man dem Mann den Freiraum geben, ohne gleich alles in Frage zu stellen. Ist die Liebe oder Zuneigung zu einer besonderen Frau groß genug, verschieben sich fast von selbst die Prioritäten. Und selbst wenn dies nicht so ist, wird die Zuneigung des Mannes nicht schwinden. Vielmehr sollte man auf der Suche nach Kompromissen sein. Mal seinem Spiel zuzuschauen, um danach zu einer gemeinsamen Unternehmung aufzubrechen, könnte ein guter Ansatz sein. Ebenso die ehrliche Freude, wenn sein Lieblingsverein gewonnen hat, kann mehr Wunder bewirken als die kalte Ignoranz. Wie so oft empfinde ich einen entsprechenden Ausgleich, wie etwa eigene Frauenabende oder eigene Hobbys, als die ideale Möglichkeit entsprechenden Freiraum in der Partnerschaft zu schaffen. Sich zwangsläufig ist das fußballerische Umfeld etablieren zu wollen, gelingt in den seltensten Fällen und führt bei den Frauen zu erheblichen Frustpotenzial, weil man eigene Interessen nicht ausleben kann. Wenn es trotzdem zu viel werden sollte, muss man wie den Dialog suchen, ohne gleich Dinge erzwingen zu wollen. Mal auf ein Training zu verzichten, um etwas Gemeinsames zu unternehmen, ist kein Beinbruch und sollte nicht mittels Ultimatum erreicht werden. Die Frau muss Reizpunkte ins Feld führen, die es dem Mann schwer machen darauf zu verzichten – quasi ein Belohnungsprinzip.
Letztendlich denke ich aber, dass ein jeder Mann den wirklichen Stellenwert einer wahren Beziehung einzuordnen weiß, nur nicht zwingen, dies führt wie bei einem Kleinkind zu Trotzreaktionen