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Ein Beuteschema zu haben ist weder selten, noch ungewöhnlich. Ganz im Gegenteil: Männer wie auch Frauen sind in den wenigsten Fällen frei von den tief verwurzelten Mechanismen, die bei der Partnerwahl die eigene Aufmerksamkeit lenken.

Ganz offensichtlich, wenn auch nicht gewollt, sind Beuteschemata bei bekannten Persönlichkeiten zu erkennen. Dieter Bohlen und Boris Becker weisen beispielsweise hinsichtlich ihrer Partnerwahl Parallelen auf. Längere Beziehungen führen und führten beide mit Frauentypen, die dunkle Haar- und Hautnuancen aufweisen. Doch während die Frauen an Bohlens Seite eher nicht eigenständig ins Rampenlicht treten, verfolgen die ehemalige und auch die derzeitige Ehefrau von Boris Becker Karrierepläne. Deutlich zeigt sich auch im Liebesleben von Kate Moss eine Affinität: Sogenannte „Bad Guys“ scheinen sie magisch anzuziehen. Ein etwas ungepflegtes Erscheinungsbild sowie fragwürdige Manieren stoßen das Model dabei keineswegs ab.
Häufig nicht offensichtlich ist Ihr eigenes Beuteschema. In einem Interview mit „Freundin“ zum Thema „Beim nächsten Mann wird alles anders!“ bezeugt Lisa Fischbach, Psychologin einer Online-Partnervermittlung „Der Mann, den sich (…) 'Wiederholungstäterinnen' auserwählen, steht für ein bestimmtes Beziehungsmuster". Die Wahl des Partners ist demnach auf eine folgende Beziehung ausgelegt, die den Urinstinkten des Menschen entspricht und die Zukunft sichert. Das Beuteschema wird noch heute von solchen archaischen Mechanismen beeinflusst. „Er sollte nicht nur größer sein, sondern auch einen höheren Status haben, das macht ihn sexy. (…) Frauen punkten bei Männern weniger mit Status, sondern eher mit Attraktivität.“ sagte Stefan Woinoff in dem Artikel „Partnersuche nach archaischem Beuteschema" auf www.spiegel.de. Was allerdings jeweils als attraktiv empfunden wird, sei ganz unterschiedlich. Ein äußerer Reiz könnte wie beschrieben der südländische Typ sein, der Gesundheit und Jugendlichkeit ausstrahlt. Genauso werden körperliche Proportionen ganz unbewusst als attraktiv bewertet oder eben nicht.
Der persönliche Status ist zudem laut Woinoff nicht zu unterschätzen. Hierbei geht es um die führende Beziehungsrolle oder um das Einfügen in die Lebensumstände des potenziellen Partners. Derartige Eindrücke vermittelt schon ein kurzer Kontakt. Geprägt durch Erfahrungen in Beziehungen jeglicher Art, entwickelte sich auch Ihr Beuteschema schon seit Ihrer Kindheit.
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