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Beziehung retten - Ein sinnvolles Vorhaben?

Bleiben schmerzt, trennen auch. Wenn sich eine Beziehung nur noch im Kreis dreht, braucht man vor allem einen kühlen Kopf. Wie Sie den bewahren und ihm eine Entscheidung abverlangen, dafür haben wir einige Empfehlungen.

Beziehung retten

Beziehung retten oder nicht?

Die Schmetterlinge im Bauch sind längst verflogen, der Alltag hat beide fest im Griff. Das ist ein ganz normaler Prozess, der noch lange nicht das Ende einer Beziehung einläuten muss. Solange die Partner immer wieder zueinander finden, sich ihr Liebe versichern können und sich gegenseitig schätzen, ist alles in Ordnung. Bleiben aber die kleinen Aufmerksamkeiten aus, nimmt die Gereiztheit zu und wird der Sex zur Routine, dann ist es an der Zeit, sich ganz ernsthaft zu fragen, was überhaupt noch für und was bereits gegen die Beziehung spricht.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und nichts fällt ihm so schwer, wie weitreichende Entscheiden zu treffen. Statt einen harten Schnitt zu machen, quälen wir uns oft viel zu lange in einer Grauzone des Für und Wider herum. Und so ist das Bleiben in einer Beziehung ist oft nur Ausdruck eines Mangels an Entschlusskraft. Denn zu gehen mutet wie eine riskante Unternehmung an. Immer wieder wird man von dem Gefühl hin-und her geworfen, ob man es nicht am Ende bereuen könnte.

Trennen sie sich nicht vorschnell eine Beziehung ist immer auch Arbeit

Eine Partnerschaft ist etwas Dynamisches, etwas, wo es die letzte Sicherheit nicht geben kann. Um sich für oder gegen eine Wohnung oder einen Job zu entscheiden, kann man objektive Kriterien anlegen, aber beim (einst) geliebten Menschen versagen solche Maßstäbe natürlich. Wahrscheinlich wird Ihnen Ihr Körper sie ersten Signale senden, eher als Ihr Kopf. Schließlich sind Partnerschaftsprobleme einer der Haupt-Krankheitsverursacher. Bevor man aber tatsächlich die Beziehung kündigt, sollte man sich darüber klar werden, ob man nur eine hartnäckigere Krise durchleidet, die man meistern kann, oder ob jede Rettungsinitiative vergebene Liebesmüh' wäre. Um herauszufinden, ob Ihre Beziehung retten sollten oder nicht, kann man sich einige zentrale Fragen vorlegen, die eine Entscheidung erleichtern – so schwer Sie auch fallen mag.

In der Beziehung bleiben!

  • Können wir einander vertrauen?
  • Erzähle ich von einem beruflichen Erfolg oder eine Niederlage als erstes meinem Partner?
  • Hab ich noch immer Lust auf ihn?
  • Versöhnen wir uns nach einem Streit wieder?
  • Vermisse ich meinen Partner, wenn er eine Weile nicht da ist?
  • Fühle ich mich wohl in seiner Nähe?
  • Haben wir gemeinsame Pläne, Ziele und Interessen?
  • Zeige ich mich nach wie vor gerne mit meinem Partner?
  • Gefällt mir der Gedanke, mit meinem Partner zusammen alt zu werden?
  • Können wir nach wie vor über alles reden?

Wenn Sie die überwiegende Anzahl positiv beantwortet, dann lohnt es sich, für die Beziehung zu kämpfen. Sie und Ihr Partner können noch immer viel teilen und im Grunde wissen Sie, was Sie aneinander haben. Sie haben es sich nur zu wenig gezeigt in der letzten Zeit. Also zögern Sie nicht – Liebe ist Arbeit und der Lohn steigt mit den Investitionen.

Vom Partner trennen!

  • Fühle ich mich bei meinen Freundinnen/Freunden viel wohler als bei meinem Partner?
  • Reagiert mein Partner auf meine erotischen Avancen?
  • Überrascht mich mein Partner noch?
  • Macht er mir mehr Vorhaltungen als Komplimente?
  • Dienen unsere Gespräche dem gegenseitigen Verständnis?
  • Fühle ich mich durch meinen Partner gedemütigt?
  • Reagiere ich deutlich genervt auf seine Macken?
  • Fühle ich mich von meinem Partner respektiert?
  • Hat mich mein Partner schon oft betrogen?
  • Habe ich ihm innerlich eigentlich schon gekündigt?

Falls die Beantwortung dieser Fragen überwiegend negativ ausfällt, dann sollten Sie sich endlich mit Ihrem Partner zusammensetzen und sich gegenseitig eingestehen, dass Ihre Beziehung keine Perspektive mehr hat. Der Sinn einer Beziehung besteht nicht in Jammer und Kränkungen. Aber versuchen Sie sich nicht noch mehr Vorhaltungen zu machen. Bedenken Sie immer, dass das Scheitern einer Beziehung letztlich beide zu verantworten haben. Zerfleischen Sie sich trotzdem nicht mit Selbstvorwürfen.

Manche Dinge haben ihre Zeit. Beziehungen auch. Es gibt kein Gesetz, dass Sie zum Zusammenbleiben verpflichtet. Selbst eine Ehe nicht. Hier liegen verkompliziert sich die Trennungsangelegenheit zwar, aber auch hier gibt es Mittel und Wege, das alles in zivilen Bahnen verläuft.

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