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Natürlich lieben wir die inneren Werte unseres Partners. Äußerlichkeiten ziehen uns aber an und lassen die Hormone tanzen. Niemand ist perfekt, doch oft kommt es dazu, dass man im Verlauf einer Beziehung beginnt sich gehen zu lassen oder mitbekommt wie der Freund oder die Freundin sich gehen lässt. Wie spricht man das jedoch an, ohne zu verletzen?
Beziehungen lassen uns manchmal den Rest der Welt vergessen. Wir werden oft aber leider auch sehr bequem. Hat man erst einmal die Liebe gefunden, fühlt man sich wohl, hat einen Ruhepol und wird geliebt. Man kann sein wie man ist und fühlt sich angekommen. Genau diese Emotionen geben einem aber manchmal zu viel Sicherheit. Wir verschieben unsere Grenzen immer ein Stück weiter und merken es gar nicht. Mussten wir uns anfangs noch Mühe geben, scheint auf einmal alles selbstverständlich. Äußern kann sich das unterschiedlich. Frauen hören auf sich zu schminken, Männer lassen sich alles hinterher räumen und beide achten ein Stück weiter weniger auf ihre Fitness. Der Antrieb fehlt, denn er ist ja eigentlich nicht mehr nötig. Man ist glücklich, das Herz ist erfüllt wieso also mehr Aufwand betreiben?
Der Mensch wählt oftmals lieber den einfachen Weg und die grundlegende Faulheit, die in uns schlummert, wird oft nur durch Ziele und Triebe überlistet. Hat man nun alles, was man zum Wohlsein braucht, fehlt der Anreiz und man lässt sich gehen. In den meisten Fällen ist es die Gewichtszunahme, die schleichend aber durchgängig voranschreitet. Die Frustration wirkt sich dann oft wechselseitig aus. Wird die Freundin zu dick, findet sie sich nicht nur selber unattraktiv, sondern verliert dadurch auch die Lust an bestimmter Kleidung und Nähe bis hin zum Sex. Sie als Partner, den die Veränderungen zunächst vielleicht nicht gestört haben, bekommen nun aber die Gemütsregungen und Abweisung mit und fühlt sich genauso verstoßen. Beide Seiten sind unzufrieden und anstatt daraus nun einen neuen Anreiz zu ziehen, passiert genau das Gegenteil und die Situation verschlimmert sich.
Den Weg aus dieser Spirale zu finden, ist nicht einfach und verlangt viel Feingefühl. Gerade Frauen auf ihr Gewicht anzusprechen, ist ein kleiner Drahtseilakt. Wichtigste Regel ist: Sprechen Sie das Thema niemals innerhalb eines Streits oder während des Essens oder einer sonstigen vorbelasteten Situation an. Auf keinen Fall helfen Sätze wie: „Na vielleicht solltest du nicht noch einen Nachtisch essen.“, „Die Hose saß auch schon mal besser“ oder „Willst du nicht mal ein bisschen abnehmen?“. Lassen Sie das! Sprechen Sie das Thema in einer neutralen Situation an, am Besten in einer Situation, in der Sie sich gerade sehr nahe fühlen. Seien Sie ehrlich und gehen Sie vor allem auf ihren Gegenüber ein. Fragen Sie ihre Freundin, ob sie sich gerade wohlfühlt. Fragen Sie z.B. nach Gründen wieso sie nicht mehr zum Sport geht oder andere Dinge lässt und wie sie sich damit fühlt. Zeigen Sie ihr, dass Sie sich sorgen. Gewicht hat nicht nur mit Attraktivität zu tun sondern mit Fitness und Gesundheit. Es bringt nichts blinde Vorhaltungen in den Raum zu stellen. Versuchen Sie nicht ihren Gefühlen Platz zu machen, bekommen Sie raus, was in Ihrer Partnerin vorgeht!
Natürlich wird es trotzdem viele negative Energien geben. Ihre Freundin kann sich schnell angegriffen fühlen und versuchen sich zu verteidigen. In diese Position dürfen Sie nicht kommen, denn das würde bedeuten, dass Sie beide gegen einander wären. Sie wollen aber zusammen arbeiten und müssen daher ein „Wir-Gefühl“ schaffen. Bieten Sie Ihre Hilfe an und rutschen Sie nie in vorwurfsvolle Sätze ab. Gehen Sie das Problem als Team an. Zwei Personen sind stärker als eine und gerade Gewohnheiten und Tagesabläufe lassen sich nur mit jemandem ändern, mit dem man gern und viel Zeit verbringt.
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