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In vielen Beziehungen fehlt es irgendwann an der Erotik. Keinen Sex mehr zu haben, löst Frustration aus und wird oft zum Teufelskreis, in dem beide Partner unzufrieden sind. In jedem Fall drückt dieser Mangel an Zuwendung aus, dass etwas in der Beziehung nicht mehr stimmt. Dabei muss es aber nicht bleiben.

Gründe keinen Sex mehr zu haben, gibt es viele. Einige sind physiologisch, andere psychologisch bedingt. Ein Feld der Ursachen kann ein rein körperliches Problem sein. Dies gilt es durch einen Arztbesuch zu klären. Ist der Hormonhaushalt gestört oder wird ein Medikament nicht vertragen, so kann es zu Störungen der Libido kommen. Bevor man das Problem also weiter analysiert bietet sich ein vertrauliches Gespräch mit einem Arzt an. Unsere Hormone (die von Männern und Frauen) sind sehr sensibel.
Zum anderen kann sexuelle Unlust in der Beziehung selber begründet sein. Stress im Beruf oder Überforderung in der Familiensituation sind beispielhafte Gründe, die sich negativ auf das Liebesleben auswirken können. Hier kann man durchaus über einen Therapeuten nach Hilfestellung suchen. Wichtig ist generell viel miteinander zu sprechen, um die Gründe für den fehlenden Sex zu finden. Oft ist das aber gefählich, denn oft baut sich dadurch ein enormer Druck auf. Wenn nur einer der Partner seine sexuelle Lust verloren hat und dann noch weiß, dass es den Partner stört, kann das die Libido noch weiter unterdrücken. In diesem Fall muss ganz deutlich kommuniziert wreden, dass niemand Druck ausübt und dass es auch ok ist, wenn der andere wieder kurz vor dem Beginn des Vorspiels oder mittendrin abbricht. Wenn der andere davor keine Angst haben muss, kann man die Psyche manchmal überlisten. Dauert dies zu lange, ist das Frustpotenzial aber natürlich auch zu hoch.
In manchen Fällen liegt die Ursache auch darin, dass das Liebesleben als eintönig und langweilig empfunden wird. Auch das Leibgericht schmeckt nicht mehr besonders, wenn man es jeden Tag serviert bekommt. Man sollte in solchen Fällen darüber sprechen, was man anders machen möchte. Vielleicht steht dem Paar auch der Sinn nach neuen Erfahrungen. Man sollte offen seine sexuellen Wünsche komunizieren. Es ist immer wieder erschreckend wie viele Langzeitpaare immernoch nicht wissen, was ihre Partner wirklich im Bett wollen und was ihnen nicht zusagt. Wichtig bei Experimenten ist generell, dass beide Partner neue Dinge gemeinsam erleben wollen. Wenig Sinn hat es, wenn einer den anderen zu etwas zwingt.
Die Entfremdung und der Verlust der Beziehungsqualität durch keinen Sex ist auch biologisch begründbar. Es gibt das Hormon Oxytocin, welches auch den Namen Kuschelhormon trägt, wird beim Sex produziert. Diesem Hormon wird nachgesagt, dass es Bindungs- und Treuegefühle beeinflusst. Schieben Sie die Probleme auf keinen Fall nur auf ihren Partner oder sich selbst, arbeiten Sie an ihrer Beziehung.
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