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Der Höhepunkt der sexuellen Lustempfindung ist der Orgasmus von Mann und Frau. Früher wurde der Orgasmus auch Klimax genannt und bedeutet aus dem Griechischen übersetzt „Leidenschaft“ oder „Trieb“. Doch wie auch immer dieser Höhepunkt genannt wird, es ist ein angenehmes Gefühl körperlicher und geistiger Entspannung.

Orgasmen sind unwillkürliche Muskelkontraktionen im Genitalbereich und anderen Körperpartien, die beim Geschlechtsverkehr, bei sexuellen Handlungen, oder beim Masturbieren erreicht werden. Der Ablauf und das Erleben von einem Orgasmus ist das Ergebnis psychischer und physischer Faktoren und genau deswegen ein kleines Mysterium. „Ein Mann kann immer!“ Ein Trugschluss, der noch in vielen Köpfen manifestiert ist und viele Männer und Paare verunsichert, wenn ER dann nun doch nicht kann und unter Orgasmusproblemen leidet. Das bedrohliche Wort „Impotenz“ steht im Raum, welches unwillkürlich Versagerängste nach sich zieht. Auch „vorzeitiger Samenerguss“ und „Ejakulationsunfähigkeit“ klingt alles andere als nach einem befriedigenden Sexualleben. Jeder zehnte Mann leidet unter Impotenz (Erektile Dysfunktion). Hierbei handelt es sich um eine Erektionsstörung, welche verhindert, dass der Penis sich ausreichend versteift um eine sexuelle Handlung durchzuführen. Nicht selten liegen hier körperliche Ursachen, bzw. Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Hormonelle Störungen, etc. zugrunde. Doch oft ist die Ursache psychisch. Eine Impotenz sollte daher immer von einem Facharzt behandelt werden und vor allen Dingen sollten niemals selbstverordnete Mediakamente eingenommen werden, die eine 100%ige Verbesserung versprechen.
Für viele Männer ein Tabuthema: „Der vorzeitige Samenerguss“ . Vielen Männern passiert so ein vorzeitiger Samenerguss (ejaculatio praecox) ab und zu, anderen Männern passiert es immer, dass sie zu früh kommen, dass sie während des Vorspiels ejakulieren und es nicht zum Eindringen kommt. Gegen eine vorzeitige Ejakulation anzugehen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist immer ein Arzt, welcher im Vorfeld abklären sollte, ob eine körperliche Fehlfunktion vorliegt. Urologen sowie Sexualtherapeuten bieten Verhaltenstechniken an wie die Stopp-Start-Technik und die Squeeze-Technik um eine Kontrolle über die Ejakulation zu verstärken. Es besteht die Möglichkeit die Penisempfindlichkeit zu verringern. Erst am Ende sollte über eine medikamentöse Therapie nachgedacht werden.
Das totale Gegenteil vom vorzeitigen Samenerguss ist die Anejakulation. Hierbei kommt es bei einem Mann überhaupt nicht zu einer Ejakulation. Bei der Unfähigkeit zu Ejakulieren handelt es sich in der Regel um ein psychisches Problem und nur ein Arzt oder Therapeut kann hier Abhilfe schaffen. Grundsätzlich leiden Männer mit Anejakulation auch an einem mangelnden Selbstvertrauen, bzw. haben schlechte sexuelle Erfahrungen hinter sich gebracht. Man unterscheidet die situative psychologische Anejakulation (Eine Ejakulation findet nur bei einer Selbstbefriedigung statt) und die totale Anejakulation (Der Mann ejakuliert nur in der Nacht).
Laut Statistik erleben zwei Drittel aller Frauen keinen Höhepunkt. Dieses kann verschiedene Gründe haben und jede Frau weiß selber, dass das „Vorspielen“ keine Lösung ist. Nur selten liegt ein körperlicher Grund für das „Nichtkommen“ vor. In ganz wenigen Fällen spielen hormonelle Störungen, oder eine ungenügende Vaginalfeuchte eine Rolle. Oft sind störende Gedanken beim Sex ein Orgasmusbremser. Frauen, die beim Sex an ihren Kontoauszug oder ihre Arbeit denken, sollten ihre Stressfaktoren reduzieren. Doch es gibt auch die Männer, die den Orgasmus der Frau hemmen, da sie sich ungeschickt anstellen, egoistisch und unaufmerksam sind. Das Problem kann man jedoch auch bei den Frauen suchen, die nicht in der Lage sind zu äußern, was ihnen gefällt und was nicht. Frauen sollten ihrem Partner mitteilen, was sie brauchen, wünschen und fühlen. Sie sollten ihm zeigen, wo sie gerne berührt und gestreichelt werden. Ganz wichtig ist es, dass die Erregung durch ein erotisches Vorspiel gesteigert wird. Auch hier sollte sich die Frau nicht scheuen, dem Partner zu zeigen, wo sich die erogenen Zonen befinden.
Ein wichtiger Faktor für die sexuelle Zufriedenheit aller Frauen ist die Optik und der Geruch des Partners. Die sexuelle Chemie muss stimmen. Ein Paar kann es also in den meisten Fällen lernen, wie es am besten und am schönsten zum Orgasmus gelangt, indem es viel Zeit investiert und über alles offen spricht. Vertrauen und ein offener Umgang sind das Wichtigste. So steht also einem genialen Höhepunkt nichts mehr im Wege.
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