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Trennung wegen schlechtem Sex - Soll man oder soll man nicht?

Schlechter Sex zählt Umfragen zufolge zu den häufigsten Trennungsgründen. Was aber ist schlechter Sex? Kann er besser werden? Und wenn ja, wie? Es ist Zeit das Thema einmal anzusprechen bevor sie sich einfach trennen und wer weiß? Vielleicht geht es ihrem Partner ähnlich. Hier ein paar Anregungen.

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Was ist schlechter Sex?

Eine repräsentative Studie im Auftrag der Frauenzeitschrift "Cosmopolitan" bringt es ans Licht: Jeder zweite Deutsche würde sich von seinem Partner trennen, wenn der partnerschaftliche Sex zu wünschen übrig lässt und keiner etwas daran ändern will. Immerhin jeder Dritte gab an, mit seinem Sexualleben nicht glücklich zu sein. Die meisten litten unter dem Gefühl, dass der Partner sich nicht mehr bemüht. Rund 40 Prozent der Befragten hätten gerne beim Sex mehr Abwechslung und Zeit. Um die Ernüchterung komplett zu machen: Nur 29 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer mit ihrem Sexleben völlig zufrieden sind. Letztlich ist diese Frage untrennbar mit den jeweiligen Bedürfnissen, Vorstellungen und Erfahrungen verbunden. Und auch, wieviel Bedeutung man dem Sex in seinem Leben einräumt. Manche sind mit ein Mal pro Monat zufrieden und leiden nicht darunter, wenn es nicht so prickelt. Andere brauchen es mehrmals wöchentlich und erwarten immer das ultimative Lusterlebnis.

Drei Beispiele sollen aber die Spannweite von sogenanntem schlechtem Sex verdeutlichen.

1. Das Orgasmus-Problem

Kaum eine redet gerne darüber, aber viele betrifft es. Frauen kommen einfach nicht so schnell, oft und einfach zum Orgasmus. Sicher gibt es auch wahre Orgasmus-Königinnen, die mit multiplen Höhepunkten gesegnet sind, aber bei den meisten sieht die Realität anders aus. Ein Trost vorweg: Nur in den seltensten Fällen haben die Orgasmus-Schwierigkeiten körperliche Ursachen. Viel öfter liegt es an der mangelnden Kommunikation des Problems mit dem Partner. Denn leider gibt es noch zu viele Männer, die nur auf ihren Höhepunkt bedacht sind. Nicht selten empfinden sie sich als gute Liebhaber, wahrscheinlich weil sie von ihrer Lust auf die Frau unter (oder über) ihnen schließen. Frauen wagen hingegen leider oft nicht das Thema anzusprechen, aus Sorge als frigide zu gelten. Aber auch Männer können unter Orgasmus-Störungen leiden. Im Laufe einer Beziehung kann das zu einem Problem werden.

2. Scheu und Abneigung

Wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden, kann das auch bei ihm zu Frust führen. Die meisten Männer und jede Frauen mögen es, oral befriedigt zu werden. Aber es gibt natürlich auch Menschen, die sich vor dieser Praktik scheuen, gar ekeln. Auch andere Praktiken wie SM, Analverkehr oder Fußfetischismus ist nicht jeder Manns und Fraus Sache. Wenn sich ein Partner von Hemmungslosigkeit und Hingabe belästigt fühlt, dann wird die Sache kompliziert.

3. Zu wenig Abwechslung

Am Anfang der Beziehung ging im Bett noch die Post ab. Mit der Zeit jedoch wird der Geschlechtsverkehr eher zu einer Pflichtübung nach dem Schema rein-raus. Insbesondere berufliche und familiäre Belastungen machen es fast unmöglich, abends noch phantasievoll neue Praktiken auszuprobieren. Wenn der Sex immer seltener wird und ihn beide nur noch wie eine Verpflichtung betreiben, dann ist bald gähnende Langeweile angesagt.

Was also tun?

Sex zählt zu den elementaren Grundbedürfnissen des Menschen. Er bindet zwei Menschen und setzt immer wieder aufs Neue eine Vielzahl an wichtigen Hormonen frei. Sollte das sexuelle Genießen innerhalb einer Beziehung dauerhaft gestört sein, sollte über eine Trennung nachgedacht werden.

Ist beiden allerdings an der Partnerschaft gelegen, dann empfiehlt sich eine Paartherapie. Es gibt auch spezielle Sexual-Therapeuten, die mit der Bandbreite an sexuellen Problemen vertraut sind. An allererster Stelle steht jedoch immer das Gespräch zwischen den Partnern. Das klingt leichter gesagt, als getan. Trotz der Dauerpräsenz von Sex in Medien und Werbung, gibt es gerade zwischen vertrauten Menschen oft eine erstaunliche Hemmung. Dahinter verbirgt sich aber seltener Scham, als vielmehr die Angst vor möglichen Konsequenzen. Diese Blockade muss durchbrochen werden, insbesondere wenn der Leidensdruck schon sehr hoch ist. Die Offenheit zwischen zwei Partnern und ihr Vertrauen zu einander ist ein wichtiger Punkt, der einige Blockaden bereits abbauen kann. Wenn sie sich mental wieder verbunden und auf einer Ebene fühlen, kann das ihrem Sexleben nur gut tun.

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